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Herztest mit Goldfinger

Pflaster mit Goldfaden

Medizintechnik Ein Pflaster aus Goldfäden soll das Messen der Herzströme per EKG revolutionieren!

Mindestens sechs Sensoren in der Größe einer ZweiEuro-Münze saugen sich mit etwas Unterdruck am Oberkörper fest. Zudem werden an beiden Armen und Beinen weitere Kabel angebracht. So sieht heute der Aufbau eines normalen EKG aus – einer Elektrokardiografie. Sie hilft dem Arzt zu beurteilen, ob das Herz einwandfrei arbeitet. Manche Rhythmusstörungen treten aber nur sehr selten, vielleicht nur alle paar Wochen, auf – und bleiben oft unentdeckt.

Forscher aus Japan wollen die EKG-Technik jetzt revolutionieren. Ihre Vision: Künftig soll eine Folie, die wie ein Klebe-Tattoo auf die Haut aufgebracht wird, die Messung übernehmen – und sogar über Wochen die Herzströme überwachen können.

Hauptproblem: Stromversorgung

Schimmerndes Mess-Tattoo

Die Netzstruktur der Goldfäden ist der Schlüssel des Health-Tattoos: Durch sie bleibt die Elektronik leitfähig, atmungsaktiv und hält Bewegungen stand.

Die Ingenieure um Professor Takao Someya von der Universität Tokio haben laut einer im Fachblatt Nature Nanotechnology veröffentlichten Studie bereits die Grundlage dafür geschaffen. Sie entwickelten ein elektrisch leitfähiges Material, das sich optimal der Haut anschmiegt, Bewegungen standhält und dabei atmungsaktiv bleibt.

Möglich sei das laut Someya durch die besondere Struktur des Materials. Es besteht aus einem Geflecht feinster Goldfäden (siehe Grafik). „Im Moment können wir damit die Muskelaktivität und Körpertemperatur ableiten“, sagt Takao Someya. Sein Ziel: Binnen drei Jahren soll die Technik reif sein für die Langzeit-Überwachung von Herzströmen, Blutdruck und Körpertemperatur im Alltag.

Allerdings sind bis dahin noch etliche Hürden zu überwinden. Vor allem die Energieversorgung stellt ein Problem dar. „Woher bekommt die Elektronik den Strom? Das wird der limitierende Faktor sein“, urteilt Professor Georg Rose, Leiter des Lehrstuhls für medizinische Telematik und Medizintechnik an der Universi
tät Magdeburg. Kritisch sieht Rose die Verbindung zwischen der Batterie und dem Tattoo. „Diese Nahtstelle wird extrem empfindlich sein. Und sie wurde in der Studie nicht erwähnt, was auf ein Problem hindeuten kann“, sagt Rose. Gelänge es, diese knifflige Aufgabe zu lösen, sieht er zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für die sogenannten Health-Tattoos: „Gerade für schwer kranke Patienten können die Langzeitmessungen, die diese Technik erlaubt, hochrelevant werden.“

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